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13.11.2007    16:34 Uhr t
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Promi-Merchandising

Verkaufsschlager: Angela-Becher

Valerie Duty Citrano verkauft in ihrem Souvenirladen nahe der Ranch von US-Präsident Bush jetzt auch Angela-Merkel-Becher. Sie ist nicht die einzige, die Promi-Produkte anbietet.
Von Marten Rolff

Vor acht Jahren betrat George W. Bush erstmals Citrano’s Coffee-Shop in McGregor bei Crawford, Texas, um dort mit dem Makler den Kauf seiner Prairie Chapel Ranch abzuwickeln. Seither ist auch Mitinhaberin Valerie Duty Citrano irgendwie an der Weltpolitik beteiligt: Auf der Ranch geben sich Staatschefs die Klinke in die Hand, während im Café das Geschäft mit Polit-Devotionalien blüht. Seit dem Besuch der Bundeskanzlerin am Wochenende gibt es dort auch Angela-Merkel-Souvenirs.

SZ: Guten Morgen, Mrs. Duty Citrano, wie verkauft sich Angela Merkel?

Duty Citrano: Oh, sie verkauft sich recht gut. Vielleicht nicht ganz so gut wie Australiens Premier John Howard oder Tony Blair, aber die beiden Politiker sind hier auch außerordentlich beliebt. Ich würde sagen, die Merkel-Souvenirs liegen durchaus im oberen Mittelfeld.

SZ: Was genau bieten Sie an?

Duty Citrano: Becher, Magneten und Broschen. Auf allen sind die Fotos von Angela Merkel und George W. Bush zu sehen sowie die Flaggen beider Länder und das Datum des Besuchs. Das ist bei uns Tradition, für jeden der Staatschefs, die bisher auf der Ranch des Präsidenten gewesen sind, haben wir diese drei Souvenirs vorbereitet.

SZ: Und wer kauft die Merkel-Becher?

Duty Citrano: Ganz verschiedene Leute. Touristen zum Beispiel. Allerdings muss ich zugeben, dass die meisten der gut drei Dutzend Merkel-Tassen, die wir bisher verkauft haben, an die Entourage der Kanzlerin gingen. Ach, das waren außerordentlich höfliche Menschen! So bescheiden! Und allen war der Stolz auf ihre Regierungschefin anzumerken!

SZ: Merkels Mitarbeiter sind in Ihren Shop gepilgert, um sich Kaffeetassen mit dem Konterfei der Chefin zu besorgen?

Duty Citrano: Oh, ja, und auch manche Staatsoberhäupter scheinen diese Bechergeschichte sehr ernst zu nehmen. Unser absoluter Megaseller war die Tasse mit den Porträts von Bush und König Abdullah von Saudi-Arabien. An Abdullahs Verkaufszahlen kommt so schnell kein anderer ran! Der König ließ gleich mehrere hundert Tassen ordern. ,,Für die Mitarbeiter meiner Öl-Firma‘‘, erklärte er. Er war der Meinung, dass jeder einzelne einen solchen Becher besitzen sollte.

       



Angela und George - die Tasse zum Treffen. Oder besser zum "Texas-Gipfel", wie auf dem Haferl zu sehen ist. Wenn Sie dachten, dass wäre schon der Gipfel des Promi- und Politik-Merchandising, dann schnallen Sie sich an. Auf den folgenden Seiten kommt der wahr gewordene Traum eines jeden Marketing-Studenten.

SZ: Offenbar hat er ihm sehr gefallen.

Duty Citrano: Das ist nicht selbstverständlich. Als Japans Premierminister Jun’ichiro Koizumi 2003 nach Crawford kam und hörte, dass wir Souvenirs mit seinem Bild vorbereiten, schickte er zwei hochrangige Mitarbeiter seines Stabes zu mir. Sie hatten den Auftrag, das Design zu überarbeiten und schlugen vor, Koizumis Lieblingsspruch von Konfuzius mit auf die Tasse zu setzen - in der persönlichen Kalligraphie des Ministerpräsidenten. Sie sehen: Der Becherverkauf ist eine hochdiplomatische Angelegenheit.

SZ: Sie haben viele Staatschefs erlebt, welcher hat Ihnen am besten gefallen?

Duty Citrano: Ach, viele hatten etwas für sich. Wussten Sie zum Beispiel, was Wladimir Putin für tolle Augen hat?

SZ: Valerie Duty-Citrano aus McGregor, Texas ist Wladimir Putin verfallen? Also, wenn das Ihr Präsident wüsste...

Duty Citrano: Na, ich habe ihn ja nur ganz kurz erlebt, bei einer Pressekonferenz auf der Ranch. Aber ich habe noch nie so stahlblaue Augen bei einem Mann gesehen, man konnte sich darin verlieren. Unglaublich charmant war auch Tony Blair. Ich habe ihn in der Kirche getroffen, wo er gerade für Queen-Mum betete, die an diesem Tag gestorben war. Er war wirklich betroffen. Am sympathischsten von allen war aber John Howard.

SZ: Ach, der krawallige Australier?

Duty Citrano: Er ist einfach in unser Café gekommen, ganz allein, also ohne Sicherheitsleute. Und er hat sich verhalten wie jeder andere auch, hat bestellt, ein Schwätzchen gehalten. Howard ist sehr bodenständig, das mögen wir hier in Texas. Das trifft übrigens auch auf Angela Merkel zu. Sie wirkt sehr natürlich.

SZ: Können Amerikaner mit dem Namen Merkel überhaupt etwas anfangen?

Duty Citrano: Den Amerikanern wird ja oft vorgeworfen, nicht viel über Europa zu wissen. Aber hier in Texas weiß man zum Beispiel einiges über Deutschland, viele Texaner haben deutsche Ahnen, auch meine Familie ist im 18. Jahrhundert aus Deutschland eingewandert. Ich weiß, dass Merkel die erste Frau im Amt des Regierungschefs ist, dass sie aus dem Osten kommt und bescheiden ist. Und dass ihr Mann Wissenschaftler ist. Leider sind sie nicht in meinen Laden gekommen, ich hätte sie so gerne kennengelernt!

SZ: Wie lief Merkels Treffen mit Bush?

Duty Citrano: Ich denke, sehr gut. Das konnte man an den entspannten Blicken der beiden im Fernsehen merken. Bush schaut nur so, wenn er sich wohlfühlt.

SZ: Sie mögen den Präsidenten.

Duty Citrano: Aber ja, Sie sprechen hier mit einer überzeugten Republikanerin! Er ist immer sehr unkompliziert, wenn er in unseren Coffee-Shop kommt. Er hat überhaupt keine Allüren!

SZ: Gar nicht sauer darüber, dass er mit seiner sinkenden Popularität Ihr Souvenirgeschäft ruinieren könnte?

Duty Citrano: Ach, was bedeuten denn schon Umfragen. Leute, die bei uns einen Teller oder ein T-Shirt mit dem Bild von Bush kaufen, tun das, weil sie wirklich von ihm überzeugt sind. Oder weil sie ein Souvenir vom aktuellen US-Präsidenten haben wollen - egal, wer es ist.

(SZ vom 15.11.2007)

Article as it appeared in the newspaper in Germany
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This Country

Deep in the heart of Texas, Martin's invited to drop in for a mug and a hug

Headshot of Roy MacGregor By ROY MacGREGOR

Tuesday, March 22, 2005 Page A2Key

 
'I'm completely exhausted."

Valerie Duty had been up until 4:30 a.m., desperately rushing to finish up before the President arrives back in town.

And the other President.

And the Prime Minister.

The Souvenir Queen of Crawford, Tex., had 144 mugs to design and finish off before tomorrow, the day of "The North American Summit" between local rancher, George W. Bush, that nice Mexican President Vicente Fox and that new guy from Canada, Prime Minister Paul Martin.

But what to put on the mugs?

It hadn't been a problem when Fox came to visit a year ago.

She simply printed "Amigos and Neighbors" over a colour photograph of the two leaders, arm-in-arm.

And it certainly hadn't been a problem the year before that, when British Prime Minister Tony Blair, Australian Prime Minister John Howard and Spanish Prime Minister Jose Maria Aznar all visited the Western White House.

That one had been obvious: a colour photograph of the four leaders with a high, proud banner flying over their heads, saying "Friends and Allies."

John Howard had even come down to Duty's little gift shop and purchased one of the mug's for Blair's birthday, which was celebrated at the Bush's 645-hectare sanctuary up Prairie Chapel Road.

Howard had come in, posed for photographs, signed a T-shirt with the four flags flying over the State of Texas, and Duty -- who considers herself a hands-on kind of person -- had given the Prime Minister of Australia a huge hug.

"Because he stood with us," she says.

Same for Blair, who received his hug when he showed up one warm Crawford morning for church in full western wear.

But what to do about Canada?

Valerie Duty, after all, is such a loyal and committed Bush supporter that she was invited to his January inauguration in Washington. She stands among those in Crawford who refused to have anything to do again with an area newspaper that came out in favour of Democratic Senator John Kerry in last fall's election.

And she knows, because she spent considerable time on the Internet checking up on the next important visitor to the Western White House, that matters have not been all that friendly between the United States and Canada recently.

She knows that the previous Canadian prime minister, Jean Chrétien, refused to join with Tony Blair and John Howard in the coalition war against Iraq and knows that he was largely branded a traitor by Bush stalwarts for taking such a stand.

And she knows that the current prime minister, Paul Martin, is the one who said no to a shared missile defence system for North America.

She knows some Canadians, having previously worked as a freelance photographer covering the Waco Wizards, a now-defunct minor pro hockey team. But they were "quite young," even if nice and polite and, most certainly, she never talked politics with any of the players.

The truth is, Canada is not something that comes up very often deep in the heart of Texas.

Western White House Gifts sells everything from the coffee mugs and buttons and fridge magnets that celebrate foreign visitors to commemorative plates, cuff links, caps, clothing and even the special sauce they slap on the ribs at ranch barbeques.

She hopes some Canadians drop over for a special $10 mug, and she hopes they approve of the design she finally chose:

"A New Partnership in North America."

On one side, a map of the continent, Bush over Nunavut, Martin in the West, Fox hanging off Northern Quebec.

On the other side, the place, the date and the three men: Bush first, Martin second, Fox third.

"We're all North American," says Duty. "We're all the same people. We should have a normal friendship."

The invitation to the Bush family ranch Crawford, she believes, is a special signal.

"The President works in Washington," she says. "You invite friends to your home.

"We're heading in the right direction now."

And, she adds, if Paul Martin wishes to drop in, he'll get a free mug, and a hug.

"We're here to start a brand-new friendship," she says.

"It's time."

 

Publicado el 03-01-2004

SE ALISTA CRAWFORD PARA RECIBIR AL PRESIDENTE FOX

   

Crawford- Las tiendas de “souvenirs” en esta localidad comenzaron a sacar a la venta los primeros recuerdos conmemorativos del próxima encuentro de los presidentes Fox, de México y George W. Bush, en el rancho de este último. FOTO: NOTIMEX/Valerie Duty
Notimex

Crawford- La pequeña comunidad de Crawford, en el centro norte del estado, se alista para recibir al presidente mexicano, Vicente Fox, quien pasará por aquí los días 5 y 6 de marzo durante su visita al rancho de su homólogo estadounidense George W. Bush.
"Tengan la seguridad de que habrá cientos de banderas mexicanas ondeando en las calles", aseguró a Notimex, Valerie Duty, residente local propietaria de la empresa Western White House Gifts que fabrica "souvenirs" cada vez que un mandatario extranjero visita la localidad.
La empresaria ya ha diseñado y fabricado, camisetas, tazas y botones con leyendas orientadas a conmemorar y recordar la próxima visita de Fox, al igual como lo ha hecho en las anteriores visitas de otros jefes de estado que han acudido al rancho de Bush.
Duty aseguró que en cada visita la comunidad se organiza para ofrecer un recibimiento. "De una u otra forma nos organizamos, la Cámara de Comercio participa y las diferentes tiendas proveen lo necesario, como las banderas", explicó.
Sin embargo, indicó, la visita del presidente Fox será diferente. "Con México somos amigos y vecinos. Nosotros los texanos tenemos un sentimiento especial para con México", señalo Duty.
La empresaria colocó en sus "souvenirs" con motivo de la
visita de Fox, una foto de ambos presidentes y la leyenda: "México y Estados Unidos son buenos vecinos y amigos, juntos manteniendo Norteamérica segura". "Así es como lo sentimos", dijo.
El rancho del presidente estadounidense está ubicado a unos 12 kilómetros de Crawford, pero la comunidad suele ofrecer un recibimiento a los mandatarios extranjeros cuando éstos se dirigen hacia la propiedad o visitan el pueblo para dar conferencias de prensa.
El alcalde de Crawford, Robert Campbell, dijo que la comunidad está comenzando a vivir la "locura" que antecede a las visitas de mandatarios extranjeros al rancho de Bush, ubicado en una pradera conocida como "Praire Chapel".
Campbell informó que está a la espera de recibir instrucciones por parte del Servicio Secreto de Estados Unidos para reforzar las medidas de seguridad locales en ocasión de la visita de Fox. ...